Crossroads

Der Teufel begegnet uns dann, wenn wir ihn wollen. Er hat keine andere Möglichkeit, uns zu erscheinen, wir haben keine andere Möglichkeit, als ihm zu begegnen. Wir vereinbaren also eine Begegnung an einer Kreuzung, den Crossroads der Jazz-Legenden. Der Unterleib ist hier noch echter Unterleib, eine zitternde Körperpartie, angespannt, selten relaxed, rastlos. Der leitet uns, führt uns schliesslich zu unseren Dämonen, diesen Genien der Natur, stellt uns gegenüber, fernab der synthetischen Schachbrettmuster. Im Traum ist alles Gegenwart. Meine Hand bewegt sich und hat sich nicht bewegt, sie ergreift etwas und hat es schon ergriffen. Wir erwachen, nicht eine Sekunde ist vergangen, nur der Morgen dämmert durchs Fenster, der Morgen, der das beginnende Heute ist. Der Morgen hat mich eingeholt, ich erlebe ihn, er ist mir nicht voraus. Das Instrument, auf dem ich spiele, bin ich selbst. Keine Prothese, keine Geige, keine Guitarre. Der Teufel aber kann nicht auf sich selbst spielen, er verliert, sobald er die Frage nach dem Instrument stellt. Er wird mich kostenfrei bedienen müssen. Doch jeder Händel ist auch nur ein Tausch - und auf den Täuscher kommt es also an.

Schedula

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