Der Mörtel des Sinnhaften
Die beste Methode, jetzt noch zu erzählen, ist, sich einfach Stücke aus dem Fleisch zu reißen. Die Fetzentechnik ist ja nun auch das einzig Wahre. Beim Schreiben muß man ja nun nicht darauf achten, daß man schreibt. Ein Satz verbindet sich überhaupt nicht mit einem anderen Satz, wenn da nicht der geistige Zement ziemlich plötzlich fest würde, der das Zeug, den Satz, die Ziegel, aufeinander hielte. Für den Zement jedoch gibt es Konkurrenz. Jede Sekunde hockt an dieser Mauer, in der Sätze sich statisch denken, das Mißverständnis, natürlich behaart und nackt – häßlich allemal, voll von Kot und Pisse und anderem bizarren Gestank – und kratzt da im Mörtel rum, frißt das Zeug, frißt den Sinnkleber. Aber die Sätze stürzen nicht etwa ein; ihre Form verbleibt im Kopf. Jetzt ist sie Architektur.