Der Vernunft den Garaus

Als es begann, war es nicht mehr aufzuhalten und noch heute weiß ich nicht, was es eigentlich zu bedeuten hatte. Ich konnte keine wirkliche Erkenntnis daraus ziehen, nichts, das es zu lernen galt, außer, dass die wahre Liebe so unwahrscheinlich sein musste, dass sie nur ausgedacht sein konnte. Ausgedacht von jenen, die sich wünschten, es wäre etwas an ihr, das alles überleben könnte. Ausgedacht von jenen, die der Meinung waren, der wirkliche Sinn des Lebens bestünde darin, seine andere Hälfte zu finden und alles andere wäre ausschließlich Beiwerk. Ausgedacht von mir.
Eine aufrecht gehaltene Sehnsucht in den Zeiten primitiver und eiskalter Rationalität. Die Intelligenz kann nur eine emotionale sein, eine andere gibt es nicht. Der reine Verstand ist das Angesicht grauenhafter Dummheit, die ihre Monstrosität durch ihren tödlichen Irrtum gewinnt.
Immer dann, wenn jemand „vernünftig“ wurde, suchte ich schleunigst das Weite vor der Gefahr, wenn jemand begann, seinen Verstand zu gebrauchen, rannte ich so weit ich konnte von diesem drohenden Unheil davon, denn es gibt nichts beängstigenderes und widerwärtigeres auf der Welt als ein geistloses Geschöpf, das seinen mörderischen Defekt zur Tugend erhebt.

Doch wir können gewinnen. Wir, die wir lieben, können gewinnen. Von allen Dächern rufen wir herunter, dass wir nun aufbrechen, uns gegenseitig zu finden. Und wenn wir uns alle gefunden haben, dann ficken wir, dann ficken wir uns solange, bis sich die Erde in eine Rose verwandelt. Das Universum stellt lediglich das Areal, in dem all unsere Möglichkeiten verwirklicht werden können.

Schedula

<<< zurück     weiter >>>