Erklärungen
Es ist schon wahr: am besten, man erklärt überhaupt nichts. Man sagt lieber noch nicht einmal Guten Tag, nicht: ich erkläre Ihnen mal den Tag – er ist gut! Man müßte das mehr auseinandernehmen und sich nicht nach dem ganzen Tag, sondern nach dem Wetter grüßen.
“Einen Regentag Ihnen, der gegen Mittag wieder abfleucht.”
Oder: “Rechnen Sie mit Schnee.”
“Ihnen dasselbe, danke.”
Man sollte nichts erklären. Erklären heißt ja immer: etwas behaupten, das nicht stimmt.
“Warum bist du so still und erklärst mir nicht XYZ…?”
“Meine Worte verflüchtigen sich, und alles, was du hörst, habe ich schon längst nicht mehr gesagt, und vor allem nicht so gesagt. Während ich spreche, ändere ich meine Meinung, mein Mund aber nicht. Mein Mund rotiert mit meiner Zunge und den Stimmbändern zusammen in einem hübschen Gaumenkessel wie es auf einem Carneval so zu tun ist.”
“Warum machen wir nicht die Musik leiser? Ich kann kein Wort verstehen…”