Unter dem Bett in ihm
Einem neuen Bett die erste Weihe schenken, in verträumten Minuten die Statt als Ozean erblicken, köstigen nicht salzfrei was sich auftut, dort Hochzeit feiern, das Bett nicht nur belagern mit Mattheit, schweren Knochen; drin jubilieren und im Liegeschritt tanzen, das Bett ausschmücken zum Thron mit Tuch und Rose, kein Meubel sondern vollkommen ein Bett, unter das sich kein’ Argnis schleicht, über dem kein Alb von oben späht, die Mitte des reinsten Lebens.
Den Einsamen weht die Einsamkeit nur in einem Bette an. Schläft er deshalb auf dem Boden, dem Teppich neben dem Bett?- er legt sich nieder wie jeder andere auch und bezichtigt sich selbst und klagt der Freiheit und nie hat er eine entführt. Alles beginnt von vorn, als wären die Jahre nicht auf ihn zugegangen, oder als wären die Jahre auf ihn zugegangen, aber nicht, was in ihnen gesagt und getan worden ist. So als wäre er immer allein gewesen, jetzt Besitzer eines Bettes, das ihn zum Verderben gereicht. Und wenn er nur die Hure bezahlen kann, die diesem Bett die Weihe schenkt, hat er sein Unglück abgewendet, hat er sich verdient den ruhigen Schlaf, den niemand mehr stören kommt, von unter dem Bett, von über dem Bett.
Einmal lag jemand in Tollerei. Einmal für ein merkwürdiges Leben die Nacht nicht gezählt.